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Mozhart im Interview mit Frontstage Entertainment

Posted By: Flo Bruckmoser On:


Anfang Februar 2019 haben mich die Jungs von Frontstage Entertainment angeschrieben und zu einem Interview eingeladen, das ich euch hier nicht vorenthalten möchte. Sie haben mir Fragen zu meinem Konzept, meinen Zielen, zukünftigen Releases etc. gefragt. Hier gehts zur Frontstage-Seite.

Los gehts 🙂

Frontstage Entertainment (Frontstage):
Hallo Flo!
Wie ist dir die Idee zu diesem Konzept gekommen?

Mozhart: Als ich mich dazu entschlossen habe, ein Soloprojekt zu starten, brauchte ich zuerst einen Namen. Den zu finden war überraschend einfach. Ich bin in Salzburg aufgewachsen und wollte unbedingt einen Bezug zu meiner Heimat bzw. zu Österreich herstellen. Mozart kennt so gut wie jeder. Die Kombination mit „Hardstyle“ war naheliegend. Schwupps! Mozhart war geboren. Am Anfang dachte ich, dass eine Mozart-Perücke passend für meine Live-Shows wäre. Von der Idee bin ich jedoch abgekommen und habe mir stattdessen meinen Mantel, das dazu passende Jabot und die Manschetten gekauft. Um ein rundes Gesamtbild zu schaffen, ist der Name meines Podcasts „Hardstyle Symphonies“. Auch zukünftige Projekte werde ich dementsprechend in das „Mozart“-Konzept eingliedern.

Frontstage Wird es in naher Zukunft auch Releases geben?

Mozhart: In naher Zukunft kann ich leider noch nicht versprechen. Aber ich arbeite daran, schnellstmöglich etwas Eigenes zu liefern. Grundkenntnisse im Produzieren eigener Tracks habe ich mir in den letzten 5 Jahren bereits angeeignet, aber für qualitativ hochwertige eigene Produktionen ist das bisher noch nicht ausreichend. Da muss man denke ich realistisch bleiben. Ich gehe davon aus, dass es noch in diesem Jahr erste Mashups, Edits und hoffentlich Hörproben einer eigenen Produktion geben wird. Mit den Jungs von Sikkdome bin ich an der perfekten Quelle, um mich in Sachen Produktion auf ein gutes Level zu pushen.

Frontstage Welchen Festival-Auftritt würdest du bevorzugen, Tomorrowland oder Defqon 1?

Mozhart: Zum Auflegen? First Come first serve. Nein, Spaß beiseite: Das sind zwei der großartigsten Festivals weltweit. Jeder DJ träumt davon dort zu spielen. Ich auch. Als DJ würde ich lieber am Defqon 1 spielen. Als Gast aber lieber das Tomorrowland besuchen.

Frontstage : Welche Ziele hast du dir für 2019 gesetzt?

Mozhart: Ich versuche mir immer neue Herausforderungen zu setzen, um mich selbst über meine Limits hinaus zu pushen. Deshalb habe ich das Ziel heuer 10 Shows zu spielen auf 20 Shows erhöht. Durch diese Auftritte möchte ich meine Community (insbesondere auf Instagram) weiter vergrößern und mehr Hardstyle nach Österreich bringen. Im Frühling werde ich noch meine Website veröffentlichen. Auf der Seite wird es auch einen kleinen Blog-Bereich für DJs geben. Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen dabei unterstützen, den Traum vom Auflegen zu verwirklichen. Außerdem arbeite ich gerade an einem gemeinsamen Projekt mit ein paar anderen DJs aus Österreich, dazu möchte ich aber noch nicht zu viel verraten.

Frontstage: Mit wem wäre deine „Dreamcollab“?

Mozhart: Wir haben so viele Talente in Österreich, dass ich bei Collabs nicht international denke. Das ist erstens realistischer, umsetzbarer und es stärkt die nationale Szene. Ich würde mich über eine Collab mit Phandelic und/oder High Level sehr freuen. Die beiden stehen – neben ein paar anderen – aktuell meiner Meinung nach an der Spitze der österreichischen Hardstyle-Produzenten. Außerdem verstehe ich mich mit ihnen großartig und das ist die wichtigste Voraussetzung für eine Zusammenarbeit.

Frontstage: Was bedeutet Hardstyle für dich?

Mozhart: Wenn man beim Hören eines Synths Gänsehaut und beim Einsatz der Kicks Herzrasen bekommt. Wenn einem die Lyrics ein Lächeln ins Gesicht und gleichzeitig Tränen in die Augen zaubern. Wenn man es ohne Klatschen nicht mehr aushält, sobald der Clap einsetzt und man beim Drop über den ganzen Dancefloor springen will. Dann ist klar: Hardstyle zu erleben, ist pure Energie.

Frontstage: Wie hast du Hardstyle für dich entdeckt?

Mozhart: Mit ca. 16 Jahren hatte ich einen Schulkollegen, der mich durch seinen Musikgeschmack erstmals auf elektronische Musik aufmerksam gemacht hat. So habe ich eine Mixtur aus den Genres Techno, Handsup und Trance kennengelernt. Es hat nicht lange gedauert, mich von den elektronischen Genres zu begeistern und bald hörte ich auch die ersten Hardstyle Tracks, ohne damals den Namen dieser Genres zu kennen. Die Phase ging nach ca. 2 Jahren wieder vorbei und ich wurde erst 7 Jahre später durch die erste Q-Dance Stage auf dem Electric Love Festival wieder auf härtere Musikgenres aufmerksam. Seitdem hat sich stetig mehr und mehr Hardstyle in meine Playlists geschlichen: Mein Musikgeschmack wurde immer härter. Auch beim Auflegen begann ich immer härter zu spielen, was dazu führte, dass ich mich im Herbst 2017 dafür entschieden habe, mich komplett dem Hardstyle hinzugeben.

Frontstage: Welche Musik hörst außerhalb von Hardstyle noch?

Mozhart: Privat bin ich sehr vielseitig, was Musik betrifft. Ich habe neben den Interpreten aus der Hardstyle Szene in meiner Library und in meinen privaten Playlists Titel von (alphabetisch): Alligatoah, Armin van Buuren, Austria 3, Avicii, Bilderbuch, Bingo Players, Blasterjaxx, BOY, Bruno Mars, Chopin, The Chainsmokers, Cro, Croatia Squad, Dada Life, Daft Punk, Deichkind, Die Fanta 4, Dire Straits, Ed Sheeran, EDX, Elvis Presley, Eminem, Excision, Fedde Le Grand, Fettes Brot, folkshilfe, Georg Danzer, The Glitch Mob, Green Day, Grossstadtgeflüster, Hans Zimmer, Hardwell, Herbert Pixner Projekt, Linkin Park, M83, Marshmello, Materia, Monthaye, Möwe, Mozart, Nina Simone, Oliver Koletzki, Ostbahn Kurti, Parov Stellar, Peter Fox, Pizzera & Jaus, R3hab, Reinhard Fendrich, Riot Ten, Sebastian Ingrosso, Seeed, Seiler und Speer, Sido, Tegan & Sara, Tenacious D und vielen mehr.

Größtenteils höre ich zwar elektronische Podcasts von Deep House bis Hardcore, aber je nach Stimmung auch viel Unterschiedliches. Und hin und wieder lasse ich mich einfach von Spotify überraschen.

Frontstage: Gehört deiner Meinung nach Hardstyle schon zum Mainstream?

Mozhart: Darauf möchte ich eine Gegenfrage stellen, die meiner Meinung nach jeder für sich selbst beantworten muss: Was ist für dich „Mainstream“? Oft ist dieses Wort sehr negativ behaftet. Insbesondere, wenn es darum geht, wie sich ein Subgenre entwickelt. Musik verbindet Menschen auf einer so grundlegenden Ebene und insbesondere in der Hardstyle-Szene habe ich eine Energie erlebt, die ganz außergewöhnlich ist. Warum sollten wir also nicht andere Menschen daran teilhaben lassen und ihnen die Möglichkeit bieten, Teil der Hardstyle-Familie zu werden? Ich bin der Ansicht, dass es von etwas Großartigem nur sehr schwer genug oder gar zu viel geben kann.

Frontstage: Könntest du dir vorstellen auch andere Genres aufzulegen?

Mozhart: Ich habe in den letzten 10 Jahren bereits sehr viele Genres und Subgenres von (Deep, Tech) House über Electro-House & Big Room bis hin zu Hardstyle aufgelegt. Mein Musikgeschmack hat sich in dieser Zeit weiterentwickelt und erweitert. Auch in Zukunft werde ich mich und meinen Musikgeschmack weiterentwickeln. In welche Richtung das sein wird, davon müssen wir uns alle überraschen lassen. Musikalisch für immer fix in einem Genre stehenzubleiben ist für mich keine Option, aber vorerst und in den nächsten Jahren wird es von mir auf jeden Fall weiterhin mehr Hardstyle für Österreich geben.

Zu guter Letzt noch die Schnellfragerunde:

Vorbild aus der Szene:  Ich versuche mich nicht mit anderen zu vergleichen und deshalb auch niemandem nachzueifern. Ich möchte meinen eigenen Weg finden.
Aktuell beliebtester Künstler: Da Tweekaz
Aktuell beliebtester Track: RAN-D – Nirvana (Wegen der Lyrics)
Beliebteste Eventlocation:  Salzburgring (Electric Love Festival), weils im wunderschönen Salzburgerland und praktisch bei mir daheim ist. Aber die Location vom Shutdown ist auch unglaublich geil.


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