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Mozhart im Interview mit electronicdancemusic.at

Posted By: Mozhart On:


Anfang Juli 2019 hat mich Verena von electronicdancemusic.at zu einem Interview eingeladen, das ich euch hier nicht vorenthalten möchte. Hier gehts zum Original Interview.

Los gehts 🙂

 

Hallo Flo! Starten wir mit ein paar kurzen Hardfacts über dich, wer steckt hinter Mozhart?

Hi liebes electronicdancemusic.at-Team. Vielen Dank für das Interview. Es freut mich sehr, dass ihr mehr über mich und meine Arbeit wissen wollt. 😊 Mein Name ist Flo, ich bin 29 Jahre alt, in Salzburg geboren und aufgewachsen. Aktuell wohne ich in Wien. 2008 habe ich mit dem Auflegen begonnen. Unter anderem war ich auf meinem Weg Teil des DJ Kollektives „Fat Astronauts“, die auch vor ein paar Wochen schon bei euch im Interview waren.

Seit Dezember 2017 bin ich mit meinem Soloprojekt Mozhart in der Österreichischen Hardstyle Szene unterwegs. Um meine Brötchen zu verdienen, habe ich aber noch einen Dayjob als Eventmanager an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Gibt es Schwierigkeiten, deine Work-Life-Balance zwischen Dayjob, DJ-Sein und Freizeit aufrecht zu erhalten?

Das Wort „Work-Life-Balance“ mag ich überhaupt nicht. Schließlich ist Work mit normalerweise rund 40h pro Woche ein extrem großer Teil des Life. Es sollte vielmehr Life Balance heißen, wenn man versucht, Berufs- und Privatleben, Beziehung, Hobbies, Arbeit und Familie, etc. unter einen Hut zu bringen. Wenn man große Ziele hat, muss man auch entsprechend viel Zeit investieren. Deshalb arbeite ich seit der Geburtsstunde von Mozhart rund 20-30h pro Woche daran. Viele Dinge, die ausschlaggebend für den Erfolg sind, kann man nicht beeinflussen (zB. Talent; Oder ob man musikalisch oder kreativ ist,…). Aber man kann sich dafür entscheiden, härter zu arbeiten, als die anderen und alles Mögliche zu erlernen, das man auf dem Weg braucht. Meine Mama hat immer gesagt „Du kannst nicht mit einem Arsch auf 5 Kirtagen tanzen“. Da hat sie Recht. Wenn man die Zeit nach der Arbeit mit weiterer Arbeit füllt, kann man diese nicht für andere Dinge aufwenden. Jeder muss selbst entscheiden, für was man die 24h jeden Tag aufwenden möchte und auf was man dafür verzichten will. Zum Glück habe ich eine Freundin an meiner Seite die mich dabei großartig unterstützt.

Wie steht deine Freundin zu deiner DJ Karriere?

Mit meiner Freundin (Evelyn) habe ich wirklich großes Glück. An der Seite jedes erfolgreichen Menschen steht ein/e starke/r Partner/in. Egal, wie man Erfolg für sich selbst definiert, es ist wichtig, dass man von den Personen in seinem Umfeld unterstützt wird und diese nicht gegen einen arbeiten. Damit sind sowohl Freunde, mit denen man viel Zeit verbringt, gemeint, aber noch viel mehr die Familie und am allerwichtigsten der Mensch, neben dem man jeden Morgen aufwacht. In meinem Fall habe ich eine wundervolle Frau an meiner Seite, die nicht nur meine Leidenschaft für Musik mit mir teilt – sie schreibt und singt eigene Songs – und an meine Träume und Ziele glaubt, die btw. für viele Menschen fernab von jeglicher Realität zu sein scheinen. Sie unterstützt mich auch dabei, täglich daran weiterzuarbeiten und diese zu erreichen. #Dreamteam 😊 Sie hat mich bisher zu fast allen Auftritten begleitet und dort tatkräftig unterstützt, indem sie Videos und Fotos macht, oder einfach in der ersten Reihe eskaliert! Das alles beruht, wie in jeder gesunden Beziehung, übrigens zu 100% auf Gegenseitigkeit.

Wo bist du als Privatperson gerne unterwegs, um dir Inspirationen zu holen und zu feiern?

Aktuell investiere ich, wie bereits erwähnt, sehr viel Zeit in Mozhart und versuche sehr sparsam zu leben. Deshalb beschränke ich meine Festival-Ticket-Ausgaben auf meine persönlichen österreichischen Favoriten (Electric Love, Shutdown, Reborn etc.), sofern ich nicht am selben Tag selbst woanders auflege. Selbst auf der Bühne zu stehen und Menschen zu begeistern, geht für mich immer vor. Aktuell arbeite ich hart daran, das Produzieren zu erlernen. Musikalische Inspiration hole ich mir nicht nur bei anderen (Hardstyle) DJs, sondern überall. In den zahlreichen unterschiedlichen Tracks und Podcasts, sowie verschiedenen Musikgenres, die ich höre, aber auch im Alltag.

Den Hall eines Zungenschnalzen im Eingangsbereich unseres Wiener Altbau-Wohnhauses finde ich z.B. großartig.

Sich inspirieren zu lassen und Success-Stories zu analysieren ist natürlich sehr wichtig. Grundsätzlich versuche ich aber bei allem, was ich mache, meinen eigenen Weg zu finden und mir nichts von anderen abzuschauen.

Du warst unter den Top 20 für den ELF DJ Contest. Was unterscheidet dich von den anderen Kandidatinnen?

Dass ich hier die Top 20 erreicht habe, freut mich wirklich sehr. Es waren sehr viele starke DJs in den Top 20 und ich bin wirklich stolz darauf, einer davon gewesen zu sein. Was mich vom Großteil der anderen DJs in diesem Contest unterschieden hat, ist primär das Musikgenre. Es gab in den Top 20 außer mir nur 3 andere Hardstyle-DJs.

Dieses wunderbare Musikgenre erfreut sich zwar stetig steigender Aufmerksamkeit, erhält aber meiner Meinung nach leider immer noch nicht die Beachtung, die es verdient. Mir ist es wichtig, die Szene in Österreich zu stärken.

Deshalb freut es mich, dass zumindest einer der Hardstyle DJs aus dem Contest etwas gewonnen hat – auch wenn es nicht ich bin. Nämlich einen Slot auf dem Shutdown Festival.

Leider ist es diesmal mit dem Auftritt dort nichts geworden, aber ich habe während des Contests wieder dazugelernt und beim nächsten Mal werde ich es auf jeden Fall wieder versuchen. Auf dem Electric Love Festival aufzulegen, ist definitiv einer meiner größten Träume. Die Organisation dieses Events und v.a. die Entwicklung seit der ersten Ausgabe im Jahr 2013 sind einfach großartig. Da spricht wohl nicht nur der DJ, sondern auch der Eventmanager aus mir. 😉

 


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